28.1.18

Abschied



Eine Katze, die wollten wir nicht. Justin war bei uns 2004 eingezogen und über Katze hatten wir nie nachgedacht oder gesprochen. Und das, obwohl ich Katzen immer sehr mochte. Bei mir zuhause gabs zwar keine, aber auf dem Hof meiner Großeltern (auf dem wir jetzt leben) natürlich. Das waren richtige Bauernhofkatzen, manche scheu, andere handzahm und jedes Jahr gab es auch Katzenbabies, wie das auf dem Land eben so war und teilweise noch ist. Ich habe mit ihnen gespielt, fand sie entzückend, aber mein Wunsch als Kind war immer ein eigener Hund, nie eine Katze. 
Dann kam Fritzi. Er war ein Notfallkätzchen und sollte eigentlich nur vorübergehend bei uns ein Zuhause finden und ich war vom ersten Moment an verliebt in den kleinen Kerl. Blauweiß, langbeinig, frech und sehr zutraulich. Ziemlich schnell war klar, der bleibt bei uns, wenn es denn mit dem damals auch erst einem Jahr alten Justin klappt. Die Zusammenführung lief so ab, dass der kleine Fritzi aufs Küchenbuffet sprang, Justin typisch Retriever freudestrahlend und schwanzwedelnd davor stand und von Fritzi, der zum ersten Mal in seinem jungen Leben einen Hund sah, gleich eine verpasst bekam und eine blutende Nase hatte. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.



Fritzi wuchs zu einem großen kräftigen Kater heran und als er ein Jahr alt war und aus Versehen mal im Garten gelandet war, hat er uns unmissverständlich klar gemacht, dass er gedenkt ein Freigänger zu werden.


Und das wurde er dann auch und was für einer. Wie oft wir in all den Jahren beim Tierarzt waren, weil er sich wieder eine Macke geholt hatte, ich weiß es nicht mehr. Zweimal hat er sich eine schwere Lungenentzündung eingefangen. Wie oft wir Angst hatten, weil er nicht zur gewohnten Zeit nach Hause kam, er dann Stunden später völlig gelassen erschien und unsere große Freude mit majestätischer Zurückhaltung entgegennahm, kann ich nicht zählen. Wieviel Mäuse ich von der Terrasse aufgesammelt habe, weiß ich auch nicht mehr.
Abends lag er dann auf meinem Bauch oder turnte auf Herrn Vertellkes Schultern herum. Vor 5 Jahren dachten wir schon einmal, wir hätten ihn verloren, als wir in unser jetziges Zuhause gezogen sind. Trotz aller Achtsamkeit ist er uns schon nach ein paar Tagen nach draußen entwischt und weg war er. Wir haben Tag und Nacht gesucht, gehofft, gewartet und wieder gesucht und in der 4. Nacht weckte uns ein lautes Miau vor dem Schlafzimmerfenster. Wir konnten es gar nicht fassen, unsere Freude und Erleichterung war riesengroß.


Nach seiner Rückkehr, zerzaust, aber auch froh, wieder bei uns zu sein.

Unzählige Anekdoten könnte ich erzählen, aber das würde hier den Rahmen total sprengen. 5 Jahre hat er dann hier mit uns auf dem Hof gelebt. Vor 4 Jahren hat Kimba uns dann verlassen. Vor 2 Jahren kamen die Jungs zu uns, er fand sie ziemlich doof mit ihrer lebhaften Art, aber mit der Zeit haben sie gelernt, miteinander auszukommen. Im letzten Sommer ging dann Justin, eine riesengroße Lücke, die niemand schließen kann und auch gar nicht soll. Obwohl Fritzi nun auch schon stolze 13 wurde, haben wir überhaupt nicht damit gerechnet, ihn auch zu verlieren. Und dann ging alles sehr schnell. Er wurde von einem Tag auf den anderen schwer krank. Eine Woche war er noch in der Klinik, ein wenig Hoffnung wurde uns gemacht, aber die hat sich zerschlagen. 
Unseren stolzen Kater so zu sehen, hat uns das Herz zerrissen und er war so tapfer, hat sich jeden Abend so gefreut, wenn wir zu ihm kamen und dann mussten wir nach einer schlaflosen Nacht die so schwere Entscheidung treffen, ihm über die Regenbogenbrücke zu helfen. Wir waren natürlich bei ihm, das ist eine Selbstverständlichkeit. Wir standen die ganze Woche und auch an dem Tag unter Schock und können es bis heute noch nicht wirklich glauben, dass er nun nicht mehr da ist. Morgen sind wir schon 2 Wochen ohne ihn.


Fritzi, du hast uns gezeigt, wie eng die Bindung zu einer Katze, in deinem Fall einem Kater sein kann und wie eng auch deine Bindung zu uns war. Du hast uns geliebt und wir dich. Du fehlst uns so sehr. Grüß uns Justin und Kimba. Slaap goed!

31.12.17

Mein 2017

Sozusagen auf den letzten Drücker und zum ersten Mal mit neuem Tablet möchte ich doch noch nach der längeren Pause euch auf einen kleinen Jahresrückblick mitnehmen,wenn ihr mögt.


Gleich zum Jahresbeginn hatten wir ein wundervolles sonniges langes Wochenende an der von uns geliebten Nordseeküste. Zuhause erwartete uns dann eine verschneite verzauberte Winterlandschaft. Unser Justin, er liebte den Schnee so sehr, wie viele Hunde. Der März verstrich ohne Blogeintrag und schon war es Frühling und Ostern.

Obstblüte im Garten. Allerdings blieb es in diesem Jahr bei der Blüte. Durch den späten Frost gab es keine Birnen und die Äpfel am Baum konnte man an einer Hand zählen. Ich durfte live und in Farbe an der Geburt von Zwillingslämmern auf der Weide an unserem Garten teilnehmen.


Der Mai brachte endlich wieder richtig Farbe in den Garten.
 Er gehört auch zu meinen absoluten Lieblingsmonaten im Jahr.


Und auch Justin zog es bei dem Wetter in den Garten.

Jeder Tag ein Geschenk war meine Überschrift über dieses Bild, zwar wissend, dass die gemeinsame Zeit immer kostbarer wird, aber noch hoffend, dass wir seinen 14. Geburtstag im Dezember noch mit ihm erleben dürfen. Aber an diesem Tag hat er die Sonne genossen. Im hier und jetzt leben können wir von unseren Tieren lernen.



Im Juni habe ich leider kein Foto für euch. Ich habe es mal wieder nicht geschafft, zu bloggen. Neben viel Arbeit hatte sich Justin einen Zeh gebrochen, was das Laufen für ihn zuweilen so gut wie unmöglich machte und er so viel Zeit und Aufmerksamkeit brauchte. Anfang Juli konnte er dann endlich wieder sich normal bewegen, wenn man von den altersgemäßen sonstigen Beschwerden absieht. 
Dann kam auch schon der Juli.


Die Farben sind am intensivsten, die Luft flirrt (wenn es denn mal hochsommerlich ist).
Für uns hieß es zur Monatsmitte zu erkennen, zu akzeptieren und loszulassen. Zuhause bei uns und in Frieden ist er über die Regenbogenbrücke gegangen. Es war so wie es war in Ordnung, seine Zeit mit und bei uns war zu Ende und doch tat es so furchtbar weh. Die Liebe bleibt.

Er fehlt.


Welch ein Geschenk, dass wir in unsere bunten lustigen Lockenköpfe haben. So ganz anders und so soll es auch sein. 



Mit dem Jahresurlaub im September ging der Sommer dann auch schon wieder zu Ende. Gleich am Urlaubsbeginn hatten wir Glück im Unglück. Ein Transporter nahm uns die Vorfahrt, unser Pkw hatte Totalschaden, aber wir und die Hunde sind heil aus dem Auto gekommen und nach einigem hin und her gab es dann auch ein neues Auto. Also am Ende alles gut. 

Im Oktober zeigte Fritzi mir, dass man auch einfach mal genießen soll und die Arbeit auch morgen noch daliegt. Grad Katzen bzw. in dem Fall Kater können das sehr gut. Also hab ich auch runtergefahren und euch auf einen Ausflug in ein kleines Tropenhaus mitgenommen und Ansgar und ich kuschelten auf dem Sofa, da Herr Vertellkes und ich auch noch eine Woche mit einem Infekt mehr oder weniger flach lagen.


Wer bis hier durchgehalten hat, hat es fast geschafft. Denn nun sind wir im Dezember angekommen. Eine kurze, sehr arbeitsintensive Adventszeit. Nix mit besinnlich, dabei liebe ich diese Zeit im Jahr sehr. Um wenigstens einmal aus dem Stress rauszukommen, sind wir wie seit einigen Jahren regelmäßig im Dezember zu einem Erholungs- und Wellnesswochenende an die Küste gefahren, haben die absolute Ruhe genossen, den bezaubernden kleinen Weihnachtsmarkt am Hafen besucht und uns endlich auch ein bisschen auf Weihnachten eingestimmt. 


Die Weihnachtstage waren turbulent, aber schön. Glückliche Kindergesichter, es wurde ein runder Geburtstag einer Freundin gefeiert und auch ich konnte mich nicht beklagen. Bekam ich doch als Weihnachts- Geburtstagsgeschenk u. a. wieder ein taugliches Tablet incl. Notebookfunktion. Mein altes Tablet sowie auch das Notebook fingen gleichzeitig an extrem zu schwächeln. Nun kann ich endlich wieder gemütlich auf dem Sofa surfen und posten. So gehts also super motiviert in ein neues Bloggerjahr. Der Rückblick ist wie üblich bei mir wieder länger geworden als geplant. Ich habe ihn genutzt, um das Jahr auch noch mal innerlich Revue passieren zu lassen. Wie in jedem Jahr gab es Höhe und Tiefen, in diesem Jahr hat uns am meisten der Verlust von Justin getroffen, aber alles in allem war es doch ein gutes Jahr. Größere Einschläge gab es nicht, wir leben Gott sei Dank in Frieden, weiß Gott keine Selbstverständlichkeit, das wurde uns in diesem Jahr wieder besonders bewusst. Umso dankbarer sind wir für das, was wir haben.



Ich verbringe Silvester mit einer heftigen Erkältung auf dem Sofa, gut umsorgt von Herrn Vertellkes. Ich wünsche euch einen schönen Silvesterabend so wie ihr ihn am liebsten verbringt und freue mich auf ein neues Bloggerjahr mit euch.

tschüss, guten Rutsch und bis zum nächsten Jahr

eure Doris

5.11.17

Tropenfeeling im November


Zum Start ins Wochenende gab es einen Ausflug in das Gartencenter Emsflower. Gartencenter ist schon leicht untertrieben. Mich überfordern diese riesigen Verkaufs- und Schauflächen ja schnell, aber allein für die tropische Erlebnsiwelt hat es sich gelohnt.Ich fand den Tropengarten wirklich sehenswert, man taucht bei diesem feuchten, nebligen norddeutschen November in eine andere Welt. Fasziniert hat mich das dort integrierte Schmetterlingshaus besonders und ich hab euch ein paar Handyschnappschüsse mitgebracht.


  
Bananenstauden, leider nicht zur Ernte freigegeben :-)


Auch für die tropischen Sittiche schlägt mein Herz. Ich hatte in jungen Jahren selbst Wellensittiche und später auch noch Nymphensittiche und Prachtrosellas.



Heute sind wir wieder in der feuchtkalten norddeutschen Tiefebene angekommen, aber das hat auch seine Reize. Hier kann man dann den exotischen Pü, besser bekannt unter dem Namen "Kasperkopp" nebst Anhang auf dem Sofa besichtigen.


Macht es euch nett, genießt den Sonntag!

Tschüss sagen Ansgar und Doris

3.10.17

Einfach nur mal nix tun


Was gibt es schöneres im Herbst als nach einem langen Waldspaziergang sich gemütlich auf dem Sofa einzuigeln. Unser Kater wird jetzt auch wieder häuslich und liebt es tagsüber auf einer kuschligen Wolldecke sich ins Reich der Träume zu begeben. In den letzten Tagen wechseln wunderschöne sonnige Herbsttage mit solchen, an denen man am liebsten keinen Fuß vor die Tür setzen möchte, weil es nonstop schüttet. Heute morgen haben wir uns die Jungs geschnappt und sind bei schönsten Sonnenschein durch den Wald spaziert. Da mir seit Tagen eine Erkältung in den Knochen sitzt, freue ich mich über diesen freien Tag und mach es mir gleich auf dem Sofa gemütlich mit einer Tasse Ostfriesentee. Ich meld mich bald wieder und wünsch euch einen erholsamen und schönen Feiertag heute.

Lieben Gruß

Doris