23.7.17

Die Liebe bleibt


Trauere nicht, dass ich gegangen bin, freue dich, dass ich gelebt habe.
Unser geliebter Justin, nun hast du uns verlassen. Der Tag, vor dem wir uns gefürchtet haben, ist nun am letzten Wochenende eingetreten. Fast 14 Jahre hast du uns mit deinem übergroßen Herzen und deiner grenzenlosen Liebe beschenkt. Irgendwie ist es noch ganz unwirklich, dass du nicht mehr hier mit uns bist.

Von Anfang an hast du alle mit deinem besonderen Charme bezaubert.


Du hast uns ausgesucht und eine Woche später haben wir dich nach Hause geholt. 
Zuerst waren wir 3 alleine, dann kam ein kleiner frecher Kater dazu, unser Fritzi. Ab und an hat er dich ordentlich geärgert. Du warst immer viel zu lieb, um dich zu wehren oder ihn zurechtzuweisen. Und eigentlich hat er dich ja auch geliebt, wenn er nicht grad schlechte Laune hatte.


Norddeutsches Schietwetter mit Wind, gerne auch Regen, das war deins. Wie oft haben wir bei Sturm und Regen mutterseelenallein mit dir unsere Runden gedreht. Andere haben immer Hunde, die bei Regen am liebsten gar nicht vor die Türe wollen. Das ist uns mit dir nie passiert.


Nur den Schnee, den liebtest du noch mehr als den Wind und den Regen.


Auch noch in den letzten Jahren, als dich die Arthrose und andere Alterserscheinungen ruhiger werden ließen, warst du glücklich, wenn du deine Nase in den ersten Schnee des Jahres stecken konntest.


Wie oft warst du da und hast uns getröstet, wenn einer von uns großen Kummer hatte. Wie ich deinen sorgenvollen Blick jetzt schon vermisse, wenn du das Gefühl hattest, einem von uns geht es nicht gut.
Wenn wir uns mal gestritten haben, hat dir das so zugesetzt, dass wir uns schnell wieder vertragen haben, damit deine Welt wieder in Ordnung war.

Und mit welcher Großmut und deiner grenzenlosen Freundlichkeit du Ansgar und Thaddek aufgenommen hast im letzten Jahr und wieviel du ihnen noch beigebracht hast. Besonders Thaddek hat sich sehr an dir orientiert. 
In den letzten Wochen hast du dich mehr und mehr zurückgezogen, die gesundheitlichen Einschläge wurden immer mehr. Es war nichts konkretes ausschlaggebend, aber deine Kräfte gingen einfach zu Ende. Ab und zu hast du jetzt im Sommer nochmal die Sonne genossen und einen kleinen Spaziergang im Garten gemacht.
Dann hast du dich am letzten Wochenende endgültig entschieden, dass es Zeit ist, deine letzte Reise anzutreten. Bei uns zuhause, ganz friedlich, ohne Angst, bist du auf deinen letzten Weg gegangen. Wir mussten keine Entscheidung treffen, auch das hast du uns abgenommen.


Jetzt müssen wir ohne dich weitergehen. Wir haben dich natürlich bis zu deinem letzten Atemzug begleitet. In unserem Zuhause, es war ganz friedlich, du hattest keine Angst. Die Liebe, die uns verbunden hat all die Jahre, war auch bis zum Schluss und darüberhinaus für uns spürbar.

Wir sind so dankbar für die wunderschöne lange Zeit mit dir. Wie gerne hätten wir dich noch bei uns behalten, aber wir mussten loslassen, damit du in Frieden gehen konntest. Aber du fehlst natürlich so sehr.
 Danke für alles, was du uns gegeben hast.

Es war uns eine Ehre Justin! Wir lieben dich.


Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    AntwortenLöschen
  2. Zweiter Versuch (beim 1.wollte der PC nicht wie ich 😉): also, Du hast das so schön geschrieben - Deinen Nachruf für den tollen Justin - dass ich, nachdem ich ihn gelesen hatte, erstmal tränenüberströmt auf dem Sofa saß. Es war einfach ein wundervoller Hund, der jetzt auf Wolke 7 sitzt und Euch im Blick hat. Wenn Ihr Euch jetzt streitet, wirst Du irgendwann ein dezentes Bellen aus den Wolken hören und sehen, dass es wieder positive Wellen gibt. Sei nicht allzu traurig,Ihr hattet wirklich eine lange, tolle Zeit, und Justin hat sich seinen Altersruhesitz im Himmel verdient. Ganz liebe Grüße und sanften Drücker- Elke

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für deinen lieben Kommentar. Wir sind sehr dankbar, aber natürlich tut es trotzdem weh, auch wenn es irgendwo absehbar war. Er fehlt halt schon sehr. Aber wir haben ja noch die beiden Wirbelwinde da, das ist schon ein großer Trost. Sie lassen einem nicht zu viel Zeit, der Trauer zu sehr nachzuhängen.

      Löschen
  3. Liebe Doris,
    das tut mir unendlich leid. Es tut immer sooo weh wenn uns ein geliebter Vierbeiner verlässt. Ich wünsche euch ganz viel Kraft in dieser schweren Zeit. Fühl dich herzlich gedrückt.
    Traurige Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebes Emma und Lotte Frauchen, danke dir sehr für deine lieben Worte. Er fehlt uns sehr, aber wir müssen jetzt ohne ihn weitergehen. Ganz lieben Gruß

      Löschen
  4. Liebe Doris,

    du weißt, ich kann deinen Schmerz nachvollziehen - ich finde, dass Vermissen wird nie weniger - man lernt nur damit zu leben. Bei deinen liebevollen Zeilen habe ich Tränen in den Augen ... es ist so schön, dass Justin so sehr geliebt wurde!

    Alles Liebe und ganz viel Kraft,
    nima

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Nima, danke für deine mitfühlende Worte. Ich weiß, wie schwer dich/euch der Verlust vom großen Wolf getroffen hat. Das wird wohl nie ganz vergehen, dieses Gefühls des Verlustes und der Wunsch, wäre er doch wieder da.

      Löschen
  5. annelie25.7.17

    Schöner konnte man es nicht chreiben - ein Nachruf und eine Hommage an einen ganz tollen Wegbegleiter.
    Meine Gedanken sind bei euch und ich bin froh, ihn noch einmal erlebt haben zu dürfen... seine Freude über den Besuch von Fienchen und wie brav er uns auf dem Spaziergang begleitet hat.
    Justin, wir erden dich nie vergessen ♥

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke liebe Annelie, ich war ein paar Tage außer Gefecht, drum meld ich mich nun erst. Ja, das war so schön, er ist richtig aufgelebt, als sein Fienchen da war. Es tut noch sehr weh, aber die Dankbarkeit überwiegt.

      Löschen